Eine Reise durch Liebe, Verlust und Licht
Seelenbegleiter sie sind die Lichtträger und Zeugen, die uns durch die Dunkelheit führen. Sie erkennen das Licht, das in uns wohnt, und helfen uns, es zu entfalten.
Sie begleiten nicht nur andere, sondern sind es auch für sich selbst. Das Licht, dass sie tragen, erhellt ihre Schatten. Auf ihrer Reise der Selbstentdeckung transformieren sie ihre Schatten zu Licht. Dieses Licht ist die Grundlage für ihr Wirken.
Begleite mich auf meiner Reise, die nicht nur physisch, sondern auch spirituell war. Eine Reise durch Liebe, Verlust und das Licht der Ahnen.

Mitte Oktober, ein innerer Drang, ein leises Rufen meiner Seele: „Besuche deine Tante in Salzburg.“ Sie ist die Hüterin von Geschichten, die ich noch nicht kenne, und ich wollte sie sehen, solange ihr Licht klar leuchtet.
Doch diese Reise wurde mehr als nur ein Besuch. Sie war ein Ritual des Übergangs. Am Abend vor meiner Abreise spürte ich, dass etwas Grosses geschehen würde. Mein Herz wusste, bevor mein Verstand es verstand.
Die leise Stimme der Seele
Am Abend vor meiner Abreise nach Salzburg vernahm ich die leise Stimme meiner Seele «Besuche deine Tante» sie ist die Hüterin von Geschichten, die ich noch nicht kenne. Ich wollte sie sehen, solange ihr Licht klar leuchtet. Diese Stimme ist oft leise, aber sie ist niemals falsch. Denn sie ist das Licht, das uns leitet, auch wenn wir es nicht sofort verstehen.
Ich hatte diesen Moment wo sich etwas eröffnete, als ob das Schicksal flüsterte, das etwas geschehen würde. Diese Stimme rief mich nicht nur zu meiner Tante, sondern auch zu meinem Licht.
Ich weinte leise, sagte zu meinem Mann, dass ich gerade jetzt eigentlich nicht fahren wolle. Er war überrascht, denn normalerweise bin ich voller Vorfreude bevor ich nach Salzburg, in den Ort wo meine Ahnen lebten, fahre.
An jenem Abend schrieb mir meine Cousine eine SMS. Ihr Vater, der Mann meiner Tante, 95 Jahre alt und noch zu Hause lebend, sei wegen einer Blasenentzündung ins Spital gebracht worden. Ich las die Nachricht allerdings erst am Dienstagmorgen, kurz vor meiner Abreise.
Am darauffolgenden Tag, nach meiner Anreise, besuchte ich meine Tante und genoss die klaren Momente, die herzhaften Lacher, das Zusammensein. Am späten Nachmittag, nach langem Zögern, besuchte ich, zusammen mit meiner Cousine, meinen Onkel.
Das Ritual des Übergangs
Ich zögerte so lange, denn ich war mir nicht sicher ob es denn von Nöten sei ihn zu besuchen. Dennoch flüsterte meine innere Stimme flüsterte leise, dass der Besuch nicht ein Besuch an sich wird, sondern ein heiliges Ritual des Übergangs.
Nach einem grossen tiefen Atemzug, betraten meine Cousine und ich gemeinsam das Zimmer meines Onkels. Wir fanden ihn schlafend in seinem Spitalbett, sein Atem schwer. In diesem Moment wurde mir klar, dass er sich auf den Übergang vorbereitete.
Wir begrüssten ihn. Auch ich legte meine Hand auf seine und sprach leise, dass Christina aus der Schweiz zu Besuch sei. Mit jedem Atemzug beruhigte sich sein ganzes Wesen. Das Licht in ihm wurde sichtbar, und ich erkannte, dass ich ihm nicht nur als Verwandte, sondern als Lichtträgerin begegnete.
Während dieses Prozesses, betrachte ich ihn, nicht den zerfallenden Körper, sondern das Licht das in diesem Körper 95 Jahre sein zu Hause fand. Und da wurde mir ein kurzer Moment geschenkt, in dem ich es aufleuchten sah, wie ein heller Stern in ihm drin. So kurz und sanft und doch so kraftvoll. Unglaublich schön. Ich habe dies bis anhin noch niemandem erzählt. Ich brauchte etwas Zeit, um es anzunehmen.
Doch da war auch noch meine Cousine, die eben vom Abschiednehmen ihres Vaters erfuhr. Gemeinsam planten wir noch den nächsten Morgen, hofften ihre Mutter zu ihm bringen zu können, dass sie sich verabschieden konnten. Doch dazu kamen wir nicht mehr, er verstarb am folgenden Tag in den frühen Morgenstunden.
Bestimmung oder göttliche Lenkung
War dies göttliche Lenkung oder folgte ich einer inneren Bestimmung?
Die Antwort liegt in der Intuition – der inneren Stimme, die sich als Ausdruck des Göttlichen in uns offenbart. Ich wusste, dass meine Anwesenheit seinen Übergang friedvoller machte.
Was ich erlebt und wahrgenommen habe, berührt etwas sehr Tiefes in mir. Kann ich es annehmen?
Das Echo der Ahnen
Die Ahnen repräsentieren nicht nur die Vergangenheit, sondern schenken uns auch die Möglichkeit die Zukunft zu verändern. Die Ahnen erzählen nicht nur ihre Geschichte, sondern sie ebneten den Weg für die nächste Generation.
Mir zeigte sich nach ein paar Tagen eine alte Trauer. Als ich im siebten Monat schwanger war, starb meine Mutter. Sie zeigt sich mir, um nun geheilt zu werden. Das Loslassen meiner Mutter, kurz darauf die Geburt, das Loslassen meiner Tochter. Und jetzt das Loslassen meiner Tochter in die grosse weite Welt. Vor zwei Jahren bereits ein Sturm der mich erfasst und immer noch nachhallt.
So lausche ich dem Echo der Ahnen und gebe mir den Raum dazu, zu trauern. Auch wenn es 24 Jahre her ist. Möge dieser Prozess mir den inneren Frieden schenken um als Mutter für meine Tochter als Lichtträgerin präsent zu sein.

Erinnerung an das Licht, das in uns allen wohnt
Ich teile diese Erfahrung nicht nur, um zu lehren, sondern um zu erinnern – an das Licht, das in uns allen wohnt, selbst im Angesicht des Abschieds. Möge unser Licht das Dunkel erhellen, das uns umgibt.
Persönliche Erkenntnis
Ich bin eine Seelenbegleiterin. Jede Begegnung ist eine Gelegenheit, das Licht weiterzugeben. Mein Licht ist nicht nur für die anderen – es ist auch für mich. Möge unser Licht das Dunkel erhellen und die Schatten in Frieden verwandeln.
Leise Erkenntnis die grosses bewirkt
Ist doch immer wieder spannend, wie unsere Reisen durchs Leben unsere Wahrnehmungen verändern durch Verlust und Abschied, wie alles, wenn auch sehr subtil, miteinander verbunden ist.
Wie reflektierst du über deine Erfahrungen?
Lass uns doch gemeinsam erkunden, was alles in uns schlummert und darauf wartet, entdeckt zu werden.
Blick aus dem Fenster - Zugreise Kaffe im Zug Sachertorte mit Schlag im Kaffe Fürst Mirabellgarten Sicht auf die Hohe Salzburg Wächter am Eingang zum Mirabellgarten Leberkäs-Semmerl Mariensäule, Domplatz Salzburg Friedenstaube im Dom, Salzburg Gemälde Mother Mary




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