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Das rote Notizbuch, Vergleiche und die Erinnerung an das Wesentliche

  • 7. Juni
  • 3 Min. Lesezeit



Warum Vergleiche uns von unserem inneren Frieden entfernen

Gestern fand ich am Strand von Mandelieu-la-Napoule einen alten Eintrag in meinem roten Notizbuch.

Darin standen die Worte:


„Sha'ama to rei, Elu'kai sohen.“


Als ich diese Zeilen las, erinnerte ich mich an etwas Wesentliches.

An diesem Morgen sas ich am Strand und beobachtete Familien. Mütter spielten mit ihren Kindern, einige wirkten entspannt und gelassen, andere erschöpft und überfordert. Während ich sie beobachtete, begann ich unbewusst zu vergleichen.


Plötzlich tauchten alte Gedanken auf.


Ich erinnerte mich an meine eigene Zeit als Mutter und sah zunächst nur das, was ich damals als meine "Fehler" betrachtet hatte. Ich setze das Wort bewusst in Anführungszeichen, denn heute weiss ich: Es waren keine Fehler. Es waren Erfahrungen. Es waren Entscheidungen, die ich nach bestem Wissen und Gewissen getroffen habe.


Und doch bemerkte ich, wie schnell der Verstand beginnt, Geschichten zu erzählen und Vergleiche zu ziehen.


Jede Lebensreise ist einzigartig

In diesem Moment wurde mir bewusst, wie sinnlos Vergleiche eigentlich sind.

Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg.

Jede Familie lebt ihre eigene Geschichte.

Jede Entscheidung entsteht aus den Umständen, dem Bewusstsein und den Möglichkeiten eines bestimmten Augenblicks.


Damals handelte ich aus Liebe.


Ja, ich war manchmal überfordert.

Ja, ich hatte Ängste.

Ja, ich wollte alles richtig machen.


Vor Kurzem sagte meine Tochter zu mir, dass sie mich früher oft als eher still und manchmal traurig wahrgenommen habe. Und sie hatte recht.


Ich habe mich oft mit anderen verglichen.

Ich hatte Angst, Fehler zu machen.

Ich glaubte, nicht genug zu sein.

Heute erkenne ich, wie viel Energie in diesen Gedankenmustern gebunden war.


Die Entscheidung, eine neue Geschichte zu erzählen

An diesem Morgen am Strand traf ich eine bewusste Entscheidung.


Ich wollte mich nicht länger auf vermeintliche Fehler konzentrieren.

Ich wollte mich erinnern.

An das Lachen.

An die Freude.

An die leuchtenden Augen meiner Kinder.

An die unzähligen Momente von Liebe, die zwischen all den Herausforderungen existierten.


Denn unser Verstand erinnert sich oft leichter an das, was schmerzhaft war.


Doch unser Herz erinnert sich an das, was wahr war.


Die Botschaft aus dem Sommer 2025

Ich nahm mein kleines rotes Notizbuch zur Hand, um meine Gedanken aufzuschreiben.

Das rote Notizbuch
Das rote Notizbuch

Dabei stiess ich auf Notizen aus dem Sommer 2025.

Dort stand:


„Sha'ama to rei – Ich öffne mich dem Ursprung.“

„Elu'kai sohen – Das Licht der Quelle fließt in mein Herz.“


Diese Worte berührten mich tief.


Sie erinnerten mich daran, dass die wichtigsten Erinnerungen nicht im Verstand gespeichert sind.

Sie leben im Herzen.


Die Einträge in meinem roten Notizbuch sind für mich wie Samen.

Samen der Erinnerung.

Samen des Vertrauens.

Samen des inneren Friedens.


Die Geometrie des Seins und die Phase der Stille

Zwischen den Seiten fand ich ausserdem alte Notizen über die Merkaba, den oberen und unteren Tetraeder und ihre Schnittstelle.


Im vergangenen Jahr befand ich mich auf einem Weg der Rückerinnerung.


Ich begann, die Geometrie meines Seins wahrzunehmen.


Die verschiedenen Ebenen meines Bewusstseins.


Die Polaritäten.


Und den Raum dazwischen – die Schnittstelle, an der alles zusammenkommt.


Letztes Jahr war geprägt von Wahrnehmung und Erkenntnis.


Dieses Jahr fühlt sich anders an. Dieses Jahr ist geprägt von Stille.


Und ich erkenne, dass auch dies ein natürlicher Teil des Wandels ist.

Nicht jede Phase verlangt nach neuen Erkenntnissen.

Manche Phasen laden uns ein, das Erkannte zu verkörpern.


Die Essenz bleibt

Während sich die äusseren Umstände verändern, bleibt etwas bestehen.

Eine Essenz.

Ein inneres Wissen.

Eine Verbindung zur Quelle.


Heute lasse ich dieses Licht weiterhin in mein Herz fliessen.


Ich lasse die Erinnerungen nicht verblassen.

Ich erlaube ihnen, in mir lebendig zu werden.


Die Zeiten verändern sich.

Das Leben verändert sich.

Wir verändern uns.


Doch die Essenz dessen, was wir wirklich sind, bleibt.

Und vielleicht besteht die Kunst des Lebens nicht darin, immer mehr zu werden.

Sondern sich immer tiefer an das zu erinnern, was bereits da ist.

 
 
 

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